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Die Abfallberater der Stadtreinigung Leipzig nehmen sich gern Zeit für
Ihr Anliegen.
Rufen Sie an: 03 41 / 6 57 11 11, oder schicken Sie uns ein Fax: 03 41 / 6
57 12 72.
Weitere Informationen zur Abfallentsorgung finden Sie außerdem im
Internet bei
+
www.stadtreinigung-
leipzig.de +, wenn Sie unter „Aktuelles“ das
Abfall-ABC anklicken.

Die Abfall- und Recyclingwirtschaft hat eine Reihe von Informationen und Fachbegriffen hervor gebracht, die von Insidern ganz selbstverständlich weiter gegeben und benutzt werden, die aber noch lange nicht jeder Bürger versteht. Wer mitreden will, muss also nachfragen: Die Antworten finden Sie hier.
Was geschieht mit den in der Gelben Tonne plus gesammelten Wertstoffen?
Wer ist in Leipzig der Wertstoffsammler?
Warum muss ich von Elektrogeräten die Kabel abmachen?
Welche Materialien gehören in die Biotonne?
Was geschieht mit dem Restabfall?
Welche Kunststoffarten gibt es?
Welche Möglichkeiten des Kunststoffrecyclings gibt es?
Was bedeutet der Begriff der Kunststoffveredelung?
Was passiert in der rohstofflichen Verwertung?
Was passiert in der werkstofflichen Verwertung?
Was passiert in der energetischen Verwertung?
Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?
Was heißt Integrierte Produktpolitik?
Was stelle ich mir unter Produktverantwortung/Produzentenverantwortung vor?
Was sind Verbundstoffe?
Verbundstoffe sind Materialien, die sich aus mehr als einem Werkstoff zusammen setzen. Die Materialien sind vollflächig miteinander verbunden und lassen sich nicht von Hand trennen. Ein sehr häufiger Verbund ist der Getränkekarton. Er besteht aus Karton, dem Kunststoff Polyethylen und kann für länger haltbare Produkte wie Säfte auch eine Schicht Aluminium enthalten. Weitere gängige Verpackungen aus Verbundstoffen sind Butterwickler (Aluminium/Papier), beschichtete Kartons für Tiefkühlkost oder Beutel für Instantsuppen (Aluminium/Kunststoff). Verbundstoffe finden sich auch in Elektrokleingeräten, die nun ebenso wie die Verpackungen in die Gelbe Tonne plus gehören.
Was sind Leichtverpackungen?
Leichtverpackungen (LVP) sind Verpackungen aus Kunststoffen, Verbundstoffen, Aluminium und Weißblech und gehören wie gehabt in die Gelbe Tonne plus.
Was geschieht mit den in der Gelben Tonne plus gesammelten Wertstoffen?
Der Inhalt der Wertstoffsammelgefäße wird in die Sortieranlage gebracht und dort nach Fraktionen getrennt. Am Ende der Sortierung stehen Wertstoffballen mit Verpackungen und anderen Produkten aus Aluminium, Weißblech, Verbunden, Kunststoffen, Mischkunststoffen und Styropor für das Recycling bereit.
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Wer ist in Leipzig der Wertstoffsammler?
Das ist die Abfall-Logistik
Leipzig GmbH in der Rückmarsdorfer Straße 31, 04179 Leipzig. Bei Rückfragen
können Sie dort gern anrufen: 03 41/9 03 95 41,
oder Sie schicken ein Fax:
03 41/9 03 95 37.
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Warum muss ich von Elektrogeräten die Kabel abmachen?
Stromkabel gehören in den Restabfallbehälter, weil sie in der Sortieranlage eine Gefahrenquelle darstellen: Der Inhalt der Gelben Tonne plus wird hier per Luftdruck sortenrein getrennt. Dies geschieht in rasender Geschwindigkeit und vollautomatisch. Stellen Sie sich vor, die Kabel würden sich verheddern und die Anlage im schlimmsten Fall zum Stehen bringen! Darum gilt ohne Ausnahme: Kabel ab!
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Welche Materialien gehören in die Biotonne?
Die Biotonne steht zur Verfügung für organische Küchenabfälle wie Obstschalen, Gemüsereste, verdorbenes Obst und Gemüse, Eierschalen, Kaffeesatz mit Papierfiltertüten, Teebeutel, Küchenkrepp, Papiertaschentücher und -servietten, sowie für kleinere Mengen Gartenabfälle wie Grasschnitt, Blumen, Blumenerde, Heckenschnitt, Strauchschnitt, Säge- und Hobelspäne von unbehandeltem Holz und kompostierbare Kleintierstreu. Größere Mengen bis zu einem Kubikmeter an Gartenabfällen können Sie auch auf den Wertstoffhöfen kostenlos abgeben. In den Kompostieranlagen wird Humus gewonnen, ein hochwertiges Düngemittel für Landwirte und Hobbygärtner. Unsere Tipps: Unangenehme Geruchsbelästigungen lassen sich durch einfache Maßnahmen reduzieren. Grobes Material wie Strauchschnitt entzieht dem Bioabfall Wasser und hemmt auf diese Weise die Vermehrung von Bakterien und Pilzen. Feuchte Küchen- oder Gartenabfälle sollten in Zeitungspapier eingewickelt werden. Am besten steht die Biotonne stets gut verschlossen an einem schattigen Ort.
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Was geschieht mit dem Restabfall?
Als Restabfall bezeichnet man nicht verwertbare Haushaltsabfälle. Diese Abfälle gehören in den Restabfallbehälter und werden deponiert oder in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Seit Gründung der Duales System Deutschland GmbH hat sich die Menge nicht verwertbarer Abfälle erheblich reduziert. Der Leipziger Modellversuch soll die Wertstoffausbeute noch weiter steigern.
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Welche Kunststoffarten gibt es?
Kunststoffe gehören zu den wichtigsten Materialinnovationen des 20. Jahrhunderts. Fast alle vollsynthetisch hergestellten Kunststoffe wurden in der ersten Jahrhunderthälfte entwickelt. Die meist verwendeten Kunststoffe sind Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET) und Polystyrol (PS). Zwar gelangen all diese Materialien zusammen in die Gelbe Tonne plus. Moderne, vollautomatische Sortieranlagen wie die SERO-Anlage in Leipzig ermöglichen jedoch die Auftrennung der Kunststoffe in sortenreine Materialarten.
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Was sind Mischkunststoffe?
Mischkunststoffe enthalten verschiedene Kunststoffsorten und bestehen meist aus leicht verschmutzten Kleinteilen wie Bechern, Tuben oder kleinen Folien. Mischkunststoffe werden zu Agglomerat veredelt und gelangen überwiegend in die rohstoffliche Verwertung. Durch neue Sortier- und Veredelungstechniken werden die verschiedenen Kunststoffe leichter voneinander getrennt, so dass der Anteil der Mischkunststoffe sinkt.
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Welche Möglichkeiten des Kunststoffrecyclings gibt es?
Bei der stofflichen Verwertung gebrauchter Kunststoffprodukte sind werkstoffliche und rohstoffliche Verfahren möglich. Bei den werkstofflichen Verfahren wird das Material zu Regranulat verarbeitet oder durch Pressen direkt zu einem Endprodukt geformt. Die rohstoffliche Verwertung bewirkt eine Umwandlung des Kunststoffs in seine Ausgangsprodukte Öle und Gase. Eine dritte Verwertungsmöglichkeit ist die energetische Nutzung: Hier ersetzen vorrangig Mischkunststoffe Primärrohstoffe wie zum Beispiel Kohle als Brennstoffe in industriellen Produktionsprozessen.
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Was bedeutet der Begriff der Kunststoffveredelung?
Vor der Verwertung werden sortenrein getrennte Kunststoffe zerkleinert und zu Regranulaten veredelt oder direkt zu neuen Fertigprodukten umgeschmolzen. Kunststoffabfälle, die sich aus verschiedenen Kunststoffarten zusammensetzen, werden in besonderen Verfahren zu so genanntem Agglomerat veredelt. Zwei Verfahren werden zur Veredelung eingesetzt: die trockene und die nasse Veredelung. In der Trockenveredelung werden die Verpackungen vor der Kompaktierung zerkleinert und anschließend weitgehend von Metall- und Papierresten befreit. Die in der trockenen Aufbereitung zu Agglomerat veredelten Kunststoffe kommen überwiegend bei der rohstofflichen Verwertung zum Einsatz. Das Agglomerat kann aber auch in werkstofflichen Verfahren zur Herstellung von Fertigteilen eingesetzt werden. In der Nassaufbereitung werden die Verpackungen zerkleinert und mit Wasser von Störstoffen, Verschmutzungen, Papier und nicht polyolefinischen Kunststoffen befreit. Als Endprodukt erhält man eine sehr reine Polyolefinware (PO). Diese wird getrocknet und zu Regranulat geschmolzen. Durch die Zugabe verschiedener Zuschlagstoffe kann dieses grobkörnige, homogene Kunststoffmaterial für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke konfektioniert werden.
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Was ist Regranulat?
Regranulate sind ein Zwischenprodukt, ein grobkörniges, homogenes Kunststoffmaterial. Es entsteht durch Verdichten, Entgasen und Schmelzen des Kunststoffs, beispielsweise Polyethylen (PE) oder Polystyrol (PS). Regranulate sind ein begehrter Sekundärrohstoff für die Industrie. Man findet sie zum Beispiel in Rohren und Einkaufsklappkisten, Spielzeugen, Möbeln oder Fensterprofilen.
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Was ist Agglomerat?
Agglomerat entsteht bei der Veredelung von Mischkunststoffen. Dabei werden die zerkleinerten Wertstoffe kompaktiert, also durch Wärme, die beispielsweise durch Reibung entsteht, bis knapp unterhalb ihres Schmelzpunktes erweicht. Aus der weichen Masse wird das grobkörnige Agglomerat gewonnen.
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Was passiert in der rohstofflichen Verwertung?
Der rohstoffliche Verwertungsweg führt den Kunststoff in seine Ausgangsbestandteile Öl und Gas zurück. Bekannte Verfahren sind die Synthesegasherstellung zur Methanolgewinnung und das Reduktionsverfahren. Auch kann der Kunststoff als Ersatz für Schweröl bei der Gewinnung von Roheisen rohstofflich genutzt werden. Hierfür werden in erster Linie Mischkunststoffe verwendet, die vorher zu so genannten Agglomeraten veredelt werden.
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Was passiert in der werkstofflichen Verwertung?
Die werkstofflichen Verfahren verarbeiten gebrauchte Kunststoffprodukte wieder zu neuen Kunststoffprodukten. Sortenrein getrennter Kunststoffabfall kann direkt zu neuen Produkten umgeschmolzen werden. In Folienblasanlagen werden beispielsweise Säcke und Folien aus Polyethylen (PE) wieder zu Folien verarbeitet. Die gebrauchten, sortenrein getrennten Kunststoffe können aber auch zu so genannten Regranulaten verwertet werden. Die Regranulate dienen als Sekundärrohstoff zur Herstellung neuer Fertigprodukte.
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Was passiert in der energetischen Verwertung?
Ganz allgemein bezeichnet man so den Einsatz von Abfällen als Ersatzbrennstoff zur Gewinnung von Energie beziehungsweise zur Strom- und Wärmeerzeugung. Kunststoffe aus der Sammlung in der Gelben Tonne plus, die sich nicht sortenrein zuordnen lassen, werden als Grundlage für schadstoffarme Ersatzbrennstoffe mit besonders hohem Heizwert genutzt. Sie können in Zement-, Kalk- oder Kraftwerken fossile Brennstoffe wie Kohle oder Öl ersetzen.
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Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?
Das Leitbild der Nachhaltigkeit, zu dem sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen des Umweltgipfels 1992 in Rio de Janeiro bekannt hat, soll das Handeln in allen Politikbereichen bestimmen, damit die Generationen von morgen eine intakte Umwelt vorfinden. Allen Menschen, insbesondere denen in der so genannten Dritten Welt, soll die Deckung ihrer Grundbedürfnisse und die Verbesserung ihres Lebensstandards ermöglicht, gleichzeitig sollen die Ökosysteme geschützt werden. Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Baustein nachhaltigen Wirtschaftens. Das Recycling gebrauchter Materialien schont wertvolle Ressourcen und leistet auf diese Weise einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung.
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Was heißt Integrierte Produktpolitik?
Der Begriff Integrierte Produktpolitik (IPP) bezeichnet ein Konzept zu einer produktbezogenen Umweltpolitik, das von der Europäischen Kommission angeregt wurde. Ziel ist es, schädliche Umweltauswirkungen von Produkten so weit wie möglich zu verringern und Ressourcen zu schonen. Integriert meint dabei die Berücksichtigung aller Phasen im Lebenszyklus des Produktes – vom Abbau der Rohstoffe über Herstellung, Vertrieb und Verwendung des Produkts bis hin zur Verwertung. Im Sinne einer Integrierten Produktpolitik sollten ökologische Aspekte wie der sparsame Umgang mit Ressourcen, die Abfallreduzierung und der Abbau der Schadstoffbelastungen schon in die Entwicklungsphase von Produkten einfließen. Als ökologisch vernünftig werden Produkte angesehen, die möglichst aus erneuerbaren Materialien bestehen, langlebig und reparaturfähig sind.
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Was stelle ich mir unter Produktverantwortung/Produzentenverantwortung vor?
Dieser Begriff bezeichnet die Verantwortlichkeit des Produzenten oder Vertreibers für den Lebenszyklus eines Produktes von der Entwicklung bis zur Entsorgung. Mit der Verpackungsverordnung von 1991 wurde in Deutschland erstmals umfassend die Produktverantwortung für einen Teilbereich des Abfallrechts eingeführt. Im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1996 wurde die Produzentenverantwortung als Grundvoraussetzung der Kreislaufwirtschaft bestimmt und auf alle Konsum- und Gebrauchsgüter ausgedehnt. Damit gehört zu den Aufgaben des Herstellers auch die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung der durch sein Produkt entstehenden Abfälle.
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